Wer häufig fliegt, braucht nicht einfach irgendeine Kreditkarte, sondern eine, die zum eigenen Sammel- und Reiseverhalten passt: flexible Punkte statt Tunnelblick, Lounge statt Gate-Boden und idealerweise ein Versicherungspaket, das nicht erst im Kleingedruckten auseinanderfällt. Für diesen Überblick habe ich mich auf öffentlich auffindbare, offizielle Produkt- und Bedingungsseiten konzentriert und nur Angaben übernommen, die sich dort belastbar nachlesen lassen. Wo die Auslösebedingungen für Versicherungen auf der Produktseite nicht eindeutig genannt werden, schreibe ich das auch genau so.

Ich fokussiere auf Karten, die für Vielflieger im Markt realistisch relevant sind: flexible Punkteprogramme, Miles-&-More-Produkte, SWISS-Miles-&-More-Karten, Österreichs travel-orientierte Amex- und Diners-Produkte sowie in Italien die Amex-Plattform inklusive ITA-Airways-Karten. Das ist kein „jede Karte im Regal“-Vergleich, sondern eine Auswahl der stärksten öffentlich verfügbaren Reise-Setups in DACH + Italien.

Deutschland


American Express Platinum Card Deutschland




Die deutsche Amex Platinum kostet 60 Euro pro Monat. Auf der Produkt- und Gebührenkommunikation nennt Amex unter anderem Membership Rewards, Loungezugang über die Global Lounge Collection / Priority Pass, Reiseguthaben und weitere Reisevorteile. Aktuell wurde auf den deutschen Seiten zudem eine Jahresgebühr von 720 Euro bzw. 60 Euro monatlich ausgewiesen.

Für Vielflieger ist die Karte vor allem wegen der Transferpartner spannend. Auf der deutschen Membership-Rewards-Transferseite sind unter anderem Cathay, Delta SkyMiles, Emirates Skywards, Etihad Guest, Flying Blue, Iberia Club, SAS EuroBonus, Singapore Airlines KrisFlyer und The British Airways Club sowie auf Hotelseite Hilton Honors, Marriott Bonvoy und Radisson Rewards aufgeführt.

Vorteile: sehr hohe Flexibilität, starkes Loungepaket, mehrere Airline- und Hotelpartner. Nachteile: hohe laufende Kosten; Transfers sind nicht reversibel. Bei den Versicherungen ist aus den von mir geprüften Amex-Quellen für Deutschland klar ersichtlich, dass zumindest Reiserücktritt / Reiseabbruch an den Karteneinsatz geknüpft sein können; eine von Amex veröffentlichte Beschreibung nennt diese Deckung ausdrücklich für Reisen, die mit der Karte bezahlt wurden. Für jede einzelne Versicherungsart habe ich auf den frei zugänglichen Produktseiten aber keine einheitliche pauschale Aussage gefunden.

American Express Gold Card Deutschland




Die Amex Gold kostet in Deutschland 20 Euro pro Monat. Sie ist die deutlich günstigere Eintrittskarte in die Membership-Rewards-Welt und wird von Amex ebenfalls mit Reise- und Versicherungsvorteilen beworben.

Der große Pluspunkt ist derselbe wie bei der Platinum: Membership Rewards mit Airline- und Hotel-Transferpartnern. Der Unterschied: weniger Premium-Reisevorteile, deutlich weniger Komfortfeatures. Bei den Versicherungen ist auch hier auf den frei zugänglichen Seiten nicht für jede einzelne Police gleich klar dokumentiert, ob sie immer oder nur bei Kartenzahlung greift; für Reiseversicherungen verweist Amex regelmäßig auf die Versicherungsbedingungen.

Miles & More Gold Credit Card Deutschland




Die Miles & More Gold kostet 11,50 Euro pro Monat. Aktuell bewirbt Miles & More für Neukunden bis 30. April 2026 einen Wechselbonus von 4.000 Meilen und 40 Points. Außerdem nennt die Produktseite ein Premium-Versicherungspaket, Marriott-Bonvoy-Silver-Elite-Status während der Kartengültigkeit sowie Avis-Vorteile.d

Wichtig für Vielflieger: Die Gold schützt in Deutschland vor Meilenverfall. Auf den aktuellen Miles-&-More-Seiten steht, dass für Inhaber einer privaten oder geschäftlichen Gold oder Blue Credit Card alle Meilen direkt nach Ausstellung unbegrenzt gültig sind und unabhängig vom Kartenumsatz nicht nach 36 Monaten verfallen. Nach Kündigung lebt der reguläre Verfall wieder auf.

Bei den Versicherungen ist die Lage hier erfreulich klar: Die aktuelle Versicherungsbestätigung unterscheidet ausdrücklich zwischen Leistungen mit und ohne Karteneinsatz. Reiserücktritt / Reiseabbruch gelten nur, wenn die Reise vollständig mit der Miles-&-More-Kreditkarte bezahlt wurde; Mietwagen-Zusatzversicherung ebenfalls nur bei vollständiger Zahlung mit der Karte. Reise-Krankenversicherung, Telemedizin und Reise-Assistance gelten laut Versicherungsbestätigung dagegen unabhängig vom Karteneinsatz.

Vorteile: direkter Miles-&-More-Fit, Meilenverfallsschutz, klar dokumentierte Partnerextras. Nachteile: weniger flexibel als Membership Rewards, mehrere zentrale Reiseversicherungen nur bei Kartenzahlung.

Miles & More Blue Credit Card Deutschland


Die Miles & More Blue kostet 5,50 Euro pro Monat. Aktuell wird bis 30. April 2026 ein Wechselbonus von 500 Meilen und 40 Points beworben.

Der überraschend starke Punkt: Auch die Blue schützt laut aktueller Miles-&-More-Seite die gesammelten Meilen vor dem Verfall. Die Formulierung ist dieselbe wie bei der Gold: Alle Meilen sind ab Ausstellung der Karte unbegrenzt gültig, unabhängig vom Kartenumsatz.

Der Haken ist simpel: Die Blue ist deutlich schlanker bei den Reisevorteilen. Auf den frei zugänglichen Produktseiten ist kein mit der Gold vergleichbares vollwertiges Premium-Versicherungspaket dokumentiert. Wer primär Meilen sichern will, bekommt hier das günstigere Werkzeug; wer Versicherungen und Reise-Extras möchte, landet eher bei Gold.

Miles & More MyFlex Credit Card Deutschland


Die MyFlex kostet laut aktueller Produktseite 0 Euro monatlich und sammelt 1 Meile je 2 Euro Umsatz. Sie ist klar als kostenfreies Einstiegsprodukt mit optionalen Zusatzpaketen positioniert.

Wichtig: Die MyFlex schützt nicht vor Meilenverfall. In der offiziellen Vergleichssektion wird der Verfallsschutz nur für Gold und Blue genannt, nicht für MyFlex. Zudem ist sie als Teilzahlungsprodukt ausgestaltet; bei Nutzung der Teilzahlungsfunktion fallen Zinsen an. Auf der offenen Produktseite sind Versicherungen nicht als genereller Inklusivvorteil ausgewiesen, sondern als hinzubuchbare Zusatzpakete.


Eurowings Premium Kreditkarte




Die neue Eurowings Premium Kreditkarte von Barclays bringt frischen Schwung in den deutschen Kreditkartenmarkt – und das mit einem starken Vorteil: Sie ermöglicht das Sammeln von Miles & More Prämienmeilen und kommt mit einem Top-Bonus von 5.000 Meilen. Damit bietet sie derzeit den attraktivsten Willkommensbonus seit Langem – fast doppelt so hoch wie üblich.

Nach der Einstellung des Boomerang Clubs hat Eurowings gemeinsam mit Barclays eine komplett neue Kreditkartenserie vorgestellt. Die Eurowings Premium Kreditkarte ersetzt die bisherige Gold-Variante und bietet ein deutlich umfangreicheres Leistungspaket. Besonders attraktiv: Im ersten Jahr ist die Karte kostenlos, die 5.000 Miles & More Meilen gibt es als Geschenk obendrauf – ganz ohne Mindestumsatz. Eine einzige Transaktion innerhalb der ersten sechs Wochen genügt.

Reisevorteile im Überblick: 0 % Auslandseinsatzgebühr; 0 % Gebühren für Bargeldabhebungen im Ausland; Mietwagenvollkaskoversicherung; Auslandsreisekrankenversicherung; Reiserücktritt- und Reiseabbruchversicherung

Fazit: Lohnt sich die Eurowings Premium Kreditkarte?

Ganz klar: Ja – besonders im ersten Jahr! Die Kreditkarte bringt nicht nur 5.000 kostenlose Miles & More Meilen, sondern bietet auch ein umfangreiches Reise- und Versicherungsportfolio. Selbst wer selten mit Eurowings fliegt, profitiert vom Meilenbonus und den starken Konditionen im Ausland.

Österreich


American Express Platinum Card Österreich



Die österreichische Amex Platinum kostet 57,50 Euro pro Monat. Aktuell bewirbt Amex Österreich ein Willkommensangebot mit 30.000 Membership Rewards Punkten bei 10.000 Euro Umsatz in den ersten 6 Monaten, Angebotszeitraum 26. Februar bis 30. April 2026. Die Karte nennt Priority Pass, Fast Track in Wien, Hotel- und Mietwagenpartnerprogramme sowie Membership Rewards.

Beim Partnernetz ist Österreich klar auf der Membership-Rewards-Schiene unterwegs. Auf der österreichischen Transferpartnerseite sind unter anderem Iberia Club, Qatar Privilege Club, SAS EuroBonus, The British Airways Club sowie auf Hotelseite Hilton Honors, Marriott Bonvoy und Radisson Rewards sichtbar.

Bei den Versicherungen ist Amex Österreich deutlich klarer als die deutsche Kommunikation: Die offizielle Versicherungsseite zur Platinum sagt ausdrücklich, dass der umfangreiche Schutz „mit ins Gepäck“ gehört, wenn Sie Ihre Reise mit Ihrer Platinum Card bezahlen; die Infothek schreibt ebenfalls, dass die Reiseversicherung für die Familie gilt, sofern die Reise mit der Amex-Karte bezahlt wurde.

Vorteile: starke Transferlogik, Loungezugang, Fast Track Wien, gutes Premiumpaket. Nachteile: hohe laufende Kosten; Reiseversicherung ist hier nach der offiziellen Formulierung an die Kartenzahlung gekoppelt.

American Express Gold Card Österreich


Die österreichische Gold kostet 16 Euro pro Monat. Die Karte nennt Loungezugang am Wiener Flughafen, Membership Rewards, Sixt-Gold-Statusvorteile und ein umfangreiches Versicherungspaket.

Auch hier profitiert man von Membership Rewards und damit von den österreichischen Airline- und Hotelpartnern. Für den österreichischen Markt ist das eine der interessanteren Mid-Tier-Karten, weil sie spürbar günstiger ist als die Platinum, aber trotzdem Reisecharakter hat.

Zum Versicherungsauslöser ist die Quellenlage nicht ganz so sauber wie bei der Platinum. Die frei zugängliche Produktseite bewirbt das Versicherungspaket, sagt aber nicht auf jeder Ebene, welche Leistung bei Kartenzahlung vorausgesetzt wird. Ein älteres, von Amex ausgeliefertes Gold-Versicherungsdokument enthält den Hinweis, dass Reise-Versicherungsleistungen ohne separate Anmeldung enthalten sind; gleichzeitig ist die aktuelle österreichische Amex-Infothek bei Reiseversicherungen generell stark auf Karteneinsatz fokussiert. Ich würde deshalb hier nur den belastbaren Satz vertreten: Die Produktseite nennt Versicherungen, die exakten Auslösebedingungen müssen in den Versicherungsbedingungen geprüft werden; auf der offenen Produktseite ist das nicht für jede Police einzeln ausgewiesen.

Diners Club Vintage Card Österreich


Die Diners Club Vintage kostet laut card complete 16,59 Euro pro Monat. Offiziell genannt werden 8 Lounge-Besuche pro Jahr, ein Premium-Versicherungspaket, Fast Track Wien, Austrian-Business-Class-Check-in in Österreich und Mietwagenvorteile.

Für Meilensammler ist die Vintage deshalb interessant, weil Miles & More sie als Partner aufführt: Dort werden 6 Prämienmeilen pro gesammeltem Bonuspunkt genannt; card complete selbst beschreibt außerdem die optionale Möglichkeit, Bonuspunkte in Miles-&-More-Meilen zu tauschen. Das ist keine klassische Airline-Co-Brand-Karte, aber eine offizielle Miles-&-More-Anbindung ist vorhanden.

Bei den Versicherungen ist card complete ausgesprochen klar: Für die Gold-/Platinum-/Classic-Reiseschutzlinie heißt es offiziell, der Schutz gelte automatisch das ganze Jahr über, auch dann, wenn die Reise nicht mit der Kreditkarte bezahlt wurde; einzige Bedingung sei die regelmäßige Verwendung der Karte. Für Diners unterscheidet card complete dagegen zwischen Leistungspaketen: Einige Leistungen gelten nur, wenn die Reisekosten überwiegend mit der Diners Club Card bezahlt wurden. Bei der Vintage verweisen die offenen Seiten auf das Premiumpaket, nicht aber für jede einzelne Deckung auf dieselbe Auslöseformel. Belastbar ist also: Die card-complete-Reiseschutzseite kennt Produkte mit Schutz auch ohne Reisezahlung; für Diners-Leistungspakete existieren zugleich klar karteneinsatzgebundene Bausteine.

Schweiz

SWISS Miles & More Classic Duo


Das SWISS Miles & More Classic Duo kostet CHF 120 pro Jahr. Die Karte sammelt bis zu 1,5 Meilen pro CHF 2 Umsatz bei Zahlung mit der Amex-Variante und schützt laut offizieller Miles-&-More-Seite vor Meilenverfall, wenn mindestens ein meilenfähiger Umsatz pro Monat erfolgt und die Karte seit mindestens einem Monat besteht.

Für Einsteiger ist das der pragmatische Schweiz-Case: echte Miles-&-More-Anbindung, niedrigerer Preis als Gold oder Platinum, Verfallsschutz inklusive. Partnerseitig werden auf den Produktseiten vor allem SIXT sowie kartenbezogene Programme wie American Express Selects und Mastercard Priceless Cities genannt; die Meilenkooperation läuft direkt über Miles & More / SWISS.

Bei den Versicherungen verweist die Classic-Seite auf Travel Packages und Zusatzleistungen, aber die frei zugängliche Seite nennt keine eindeutig formulierte allgemeine Auslösebedingung wie „nur mit Kartenzahlung“ oder „auch ohne Kartenzahlung“. Deshalb hier sauber formuliert: Versicherungs-/Leistungsdetails sind auf der offenen Produktseite nur teilweise sichtbar; die genaue Auslösung muss den Versicherungsbedingungen entnommen werden.

SWISS Miles & More Gold Duo


Das SWISS Miles & More Gold Duo kostet CHF 220 pro Jahr. Offiziell genannt werden 5.000 Willkommensmeilen, bis zu 2 Meilen pro CHF 2, SIXT Gold Member, ausgewählte Reiseversicherungen und Verfallsschutz bei mindestens einem meilenfähigen Monatsumsatz.

Im Gegensatz zu Deutschland ist der Meilenverfallsschutz in der Schweiz an laufende Nutzung gekoppelt: Die offizielle Miles-&-More-Schweiz-Seite nennt ausdrücklich mindestens einen meilenfähigen Umsatz pro Monat. Das ist ein wichtiger Unterschied.

Zu den Versicherungen nennt die Produktseite konkrete Deckungssummen für Unfall, Rettung, Reisekomfort und Shopping. Was die offene Produktseite nicht klar nennt, ist die pauschale Frage „nur mit Kartenzahlung oder generell?“. Dazu verweisen die Seiten auf die detaillierten Versicherungsbedingungen. Belastbar ist also: Versicherungen sind enthalten, die exakte Auslösebedingung ist auf der offenen Produktseite nicht pauschal ausgewiesen.

SWISS Miles & More Platinum Duo


Das SWISS Miles & More Platinum Duo kostet CHF 700 pro Jahr. Offiziell genannt werden 10.000 Willkommensmeilen, bis zu 2,4 Meilen pro CHF 2, First-Class-Check-in bei SWISS, SIXT-Statusvorteile, umfangreichere Reiseversicherungen und Verfallsschutz bei mindestens einem meilenfähigen Umsatz pro Monat.

Für heavy user ist das die stärkste öffentlich sichtbare Schweizer Vielfliegerkarte im Miles-&-More-Universum. Der Preis ist aber ebenfalls Premiumklasse. Auch hier gilt: Meilenverfallsschutz ja, aber nicht automatisch ohne Nutzung, sondern mit monatlichem qualifying spend.

Bei den Versicherungen ist die Deckung im Vergleich zur Gold deutlich höher, inklusive Reiseannullation/-abbruch und Mietwagen-Vollkasko. Die offen sichtbaren Seiten sagen jedoch auch hier nicht pauschal, welche Leistungen unbedingt Kartenzahlung verlangen. Deshalb gilt dieselbe saubere Einordnung wie bei Gold: Versicherung enthalten, aber Auslösebedingung auf der frei zugänglichen Produktseite nicht vollständig pauschalisiert.

Italien

American Express Platinum Italien


Die italienische Amex Platinum kostet laut aktueller Produktseite €1.155 pro Jahr. Genannt werden Reiseguthaben und Hotelvorteile, darunter Fine Hotels + Resorts, The Hotel Collection und weitere Benefits.

Für Vielflieger ist Italiens Platinum-Setup besonders interessant, weil die italienische Membership-Rewards-Reiseseite eine breite Partnerliste nennt. Bei den Airlinepartnern werden unter anderem Cathay, Iberia Club, Delta SkyMiles, Emirates Skywards, Flying Blue, SAS EuroBonus und Singapore KrisFlyer angezeigt; bei den Hotelpartnern sind Hilton Honors und Marriott Bonvoy sichtbar. Zudem bewirbt Amex Italien für Platinum Statusvorteile, etwa bei Hilton Honors Gold.

Beim Versicherungsauslöser ist Italien sehr klar. Im Platino-Versicherungsauszug steht ausdrücklich, dass Storno-/Abbruch- und mehrere Reisepolicen nur für Leistungen gelten, die über eine Karten-Nutzungsart bezahlt wurden; für persönliche Effekte und Reiseunfall wird ebenfalls ausdrücklich auf bezahlte Reiseausgaben via Kartenmodus verwiesen.

Vorteile: sehr starkes Transfernetz, Hotelstatus-/Hotelbenefits, Premiumreiseprofil. Nachteile: extrem hohe Jahresgebühr; wesentliche Reiseversicherungen sind laut Versicherungsdokument an die Kartennutzung / Kartenzahlung gekoppelt.

American Express Gold Italien


Die italienische Gold ist aktuell mit €240 Jahresgebühr in den Transparenz- und Produktdokumenten ausgewiesen.

Sie läuft ebenfalls über Membership Rewards und profitiert somit vom italienischen Transferpartner-Netz. Wer flexibler sammeln will, aber nicht direkt in die teure Platino springt, bekommt hier die vernünftigere Einstiegsschiene.

Zum Versicherungsauslöser ist Italien auch hier sehr konkret: Im Versicherungsauszug der Carta Oro steht, dass der Preis der Reise vollständig über die Carta Oro, Membership Rewards Punkte oder andere Programme bezahlt worden sein muss, wobei dann mindestens Steuern/Zuschläge mit der Karte gezahlt werden müssen. Diese Bedingung wird dort für die versicherten Flüge und Reisen mehrfach definiert.

Carta di Credito ITA Airways Oro American Express


Die ITA-Airways-Oro-Karte ist die spannendste italienische Co-Brand-Lösung. In den Transparenzseiten wird sie mit €240 Jahresgebühr geführt; auf der Benefits-Seite nennt Amex unter anderem 1,25 Volare-Punkte je Euro allgemein, 2,75 Punkte je Euro bei ITA Airways, Fast Track, Priority Boarding, ein Zusatzgepäckstück auf ITA-Flügen und zwei Lounge-Zugänge pro Jahr bei ITA Airways.

Dazu kommt die direkte Anbindung an Volare / ITA Airways. Die Volare-Seiten nennen die Karten ausdrücklich als Sammelwerkzeug im ITA-Ökosystem; auf der englischen Volare-Amex-Seite steht außerdem, dass Membership-Rewards-Punkte in Volare übertragen werden können.

Bei den Versicherungen ist die Bedingung ausdrücklich dokumentiert: Im ITA-Airways-Oro-Versicherungsdokument wird „Modalità di utilizzo della Carta“ definiert als Nutzung der ITA-Amex oder von Volare-Punkten, sofern die Flughafensteuern mit der Karte bezahlt werden. Weiter heißt es für Reise-/Unfallleistungen, dass die Deckung greift, wenn die Reiseausgaben über eine dieser Karten-Nutzungsarten bezahlt wurden. Das ist also keine generell voraussetzungslose Versicherung, sondern ein karten- bzw. punktegebundener Schutz.

Carta di Credito ITA Airways (Basis)


Die Basis-ITA-Amex wird in den Transparenzseiten mit €66 Jahresgebühr ausgewiesen; auf der Benefits-Seite werden unter anderem 1 Volare-Punkt je Euro allgemein, 1,5 Punkte je Euro bei ITA Airways, Priority Boarding und 2 zusätzliche Gepäckstücke pro Jahr genannt.

Für jemanden, der wirklich im ITA-/Volare-Kosmos unterwegs ist und keine Premiumgebühr zahlen möchte, ist das die günstigere Eintrittskarte. Sie ist aber natürlich deutlich schmaler als die Oro bei Lounge- und Premiumvorteilen. Zur Versicherungsauslösung gilt dieselbe saubere Vorsicht wie bei Oro: Versicherungen sind dokumentiert, aber die exakten Bedingungen stehen in den jeweiligen Police-Dokumenten; bei den ITA-Karten ist das Karten-/Punktezahlen als Auslöser ein zentrales Muster.

Kompakt-Matrix für Vielflieger



Karte
Markt / Verfügbarkeit
Laufende Kosten
Airline-/Hotel-Kooperationen
Meilenverfallsschutz
Versicherungsauslösung laut geprüften Quellen
Für wen besonders stark

Amex Platinum DE
Deutschland
60 €/Monat

MR-Partner u. a. Cathay, Delta, Emirates, Etihad, Flying Blue, Iberia, SAS, Singapore, BA; Hotels: Hilton, Marriott, Radisson
nein als Kartenfeature
auf offenen Quellen für einzelne Reisepolicen karteneinsatzgebunden; nicht für jede Police pauschal offengelegt
flexible Punktesammler mit Lounge-Fokus
Amex Gold DE
Deutschland
20 €/Monat

dieselbe MR-Plattform wie oben
nein als Kartenfeature
auf offenen Quellen nicht für jede Police pauschal offen ausgewiesen
günstiger Einstieg in flexible Punkte
M&M Gold DE

Deutschland

11,50 €/Monat

Miles & More; Marriott Bonvoy Silver Elite; Avis Preferred Plus / Rabatt
ja, unbegrenzt gültig während Kartengültigkeit
Reiserücktritt/-abbruch und Mietwagen nur mit Karteneinsatz; Krankenversicherung/Telemedizin/Assistance ohne Karteneinsatz
Lufthansa-/M&M-Fans
M&M Blue DE

Deutschland
5,50 €/Monat
Miles & More / Worldshop-Vorteil
ja, unbegrenzt gültig während Kartengültigkeit
kein Gold-ähnliches Vollpaket offen dokumentiert
günstiger Meilenverfall-Stopp
MyFlex DE

Deutschland

Miles & More; Avis-Rabatt als Partnerangebot
nein
Zusatzpakete zubuchbar; kein generelles Inklusivpaket wie Gold offen ausgewiesen
kostenloser Einstieg
Eurowings Premium KreditkarteDeutschland8,25 €/MonatMiles & MoreMeilen verfallen frühestens nach 36 Monaten0 % Auslandseinsatzgebühr; 0 % Gebühren für Bargeldabhebungen im Ausland; Mietwagenvollkaskoversicherung; Auslandsreisekrankenversicherung; Reiserücktritt- und ReiseabbruchversicherungEurowings-Stammkunden; M&M-Fans
Amex Platinum AT
Österreich
57,50 €/Monat
MR-Partner u. a. Iberia, Qatar, SAS, BA; Hotels: Hilton, Marriott, Radisson; Hotel-/Mietwagenprogramme
nein als Kartenfeature
Reiseversicherung laut Amex-Kommunikation bei Reisezahlung mit Karte
Premiumreisende ab Wien
Amex Gold AT
Österreich
16 €/Monat
MR-Partner wie oben; Sixt Gold-Vorteile
nein als Kartenfeature
Produktseite nennt Versicherungen; exakte Trigger nicht für jede Police offen pauschalisiert
günstigerer AT-Reiseallrounder
Diners Club Vintage ATÖsterreich
16,59 €/Monat
optionaler Miles-&-More-Bezug über Bonuspunkte; Austrian Check-in; Lounges
kein Miles-&-More-Verfallsschutz als Kartenfeature dokumentiert
card complete nennt teils Reiseschutz auch ohne Reisezahlung, für Diners-Pakete aber auch karteneinsatzgebundene Bausteine
Lounge- und Wien-Fokus
SWISS M&M Classic Duo

Schweiz
CHF 120/Jahr
SWISS / Miles & More; SIXT; Amex Selects; Priceless Cities
ja, aber nur bei monatlichem meilenfähigem Umsatz
auf offener Produktseite nicht pauschal klar genannt
CH-Einsteiger
SWISS M&M Gold Duo
Schweiz
CHF 220/Jahr
SWISS / Miles & More; SIXT Gold; Amex Selects; Priceless Cities
ja, bei monatlichem meilenfähigem Umsatz
auf offener Produktseite nicht pauschal klar genannt
guter CH-Mittelweg
SWISS M&M Platinum Duo
Schweiz
CHF 700/Jahr
SWISS / Miles & More; SIXT Platinum; Amex Selects; Priceless Cities
ja, bei monatlichem meilenfähigem Umsatz
auf offener Produktseite nicht pauschal klar genannt
CH-Premium-Vielflieger
Amex Platinum IT
Italien
€1.155/Jahr
MR-Airlines u. a. Cathay, Iberia, Delta, Emirates, Flying Blue, SAS, KrisFlyer; Hotels u. a. Hilton, Marriott; Hilton Gold Vorteile
nein als Kartenfeature
wesentliche Reisepolicen karteneinsatzgebunden
flexible Premiumsammler in IT
Amex Gold IT
Italien
€240/Jahr
italienische MR-Partnerplattform wie oben
nein als Kartenfeature
Reise-/Flugdeckung laut Police nur bei Zahlung per Karte / MR / zulässigem Programm mit Kartenzahlung der Zuschläge
günstigerer flexibler IT-Einstieg
ITA Airways Oro Amex IT
Italien
€240/Jahr
ITA Airways / Volare; ITA Lounges; Fast Track; Priority Boarding; Extra-Bag
kein M&M-artiger Verfallsschutz; Volare-Co-Brand stattdessen
Reise-/Unfallschutz nur über definierte Karten-Nutzungsarten (Karte oder Volare-Punkte mit Kartenzahlung der Taxen)
ITA-/Volare-Stammkunden
ITA Airways Basis Amex IT
Italien €66/Jahr
ITA Airways / Volare; Priority Boarding; Gepäckvorteil
kein M&M-artiger Verfallsschutz
Policedetails separat; ITA-Karten arbeiten sichtbar mit Karten-/Punkteeinsatzlogik
günstiger ITA-Einstieg
ITA Airways Oro Amex ITItalien €240/Jahr ITA Airways / Volare; ITA Lounges; Fast Track; Priority Boarding; Extra-Bagkein M&M-artiger VerfallsschutzVolare-Co-Brand stattdessen Reise-/Unfallschutz nur über definierte Karten-Nutzungsarten (Karte oder Volare-Punkte mit Kartenzahlung der Taxen)ITA-/Volare-Stammkunden
ITA Airways Basis Amex IT Italien €66/Jahr ITA Airways / Volare; Priority Boarding; Gepäckvorteilkein M&M-artiger VerfallsschutzPolicedetails separat; ITA-Karten arbeiten sichtbar mit Karten-/Punkteeinsatzlogik günstiger ITA-Einstieg

Welche Karten sind die besten Deals?


Wenn wir das Ganze streng nach Preis-Leistung für Vielflieger sortieren, ergeben sich vier ziemlich klare Gewinnergruppen. Deutschland: Miles & More Gold ist stark, wenn Meilenverfallsschutz und M&M dein Alltag sind; Amex Gold oder Platinum sind stärker, wenn du flexibel zu mehreren Airlines und Hotels transferieren willst.

Österreich: Amex Gold ist die vernünftige Reise-Kompromisskarte, Amex Platinum die luxuriösere. Die Diners Club Vintage bleibt ein Spezialfall für Wien-Fans, Lounge-Nutzer und alle, die mit der optionalen Miles-&-More-Logik etwas anfangen können.

Schweiz: Das SWISS Miles & More Gold Duo ist für viele der Sweet Spot; Platinum ist besser, aber eben brutal teurer. Das Classic Duo ist die sauberste Einsteigerkarte, wenn man primär den Meilenverfall stoppen und nicht sofort Premiumpreise zahlen will.

Italien: Wer flexibel sammeln will, fährt mit Amex Platinum oder Gold besser. Wer dagegen wirklich im ITA-/Volare-Kosmos lebt, bekommt mit der ITA Airways Oro die klarere Spezialkarte.

Fazit 


Unterm Strich ist die Sache wie so oft in der Welt der Meilen erstaunlich einfach: Die beste Reisekreditkarte ist nicht die teuerste, sondern die mit dem geringsten Streuverlust. Wer jeden Monat brav Lufthansa, SWISS oder Austrian im Kopf hat, wird mit Miles & More glücklicher als mit einem hübschen, aber unentschlossenen Punktehaufen. Wer dagegen lieber dort sammelt, wo gerade der Sweet Spot auftaucht, landet fast zwangsläufig bei American Express und Membership Rewards.

Der vielleicht wichtigste Praxispunkt zum Schluss: Versicherung ist nicht gleich Versicherung. Gerade bei vielen Premium- und Airlinekarten gilt der Schutz ganz oder teilweise nur dann, wenn die Reise auch wirklich mit der Karte bezahlt wurde. Wer das übersieht, besitzt am Ende womöglich eine sehr elegante Kreditkarte – und eine sehr nutzlose Police. Genau deshalb lohnt sich nicht nur der Blick auf die Loungefotos, sondern vor allem auf die Auslösebedingungen.

Lieber eine Karte, die deine Punkte sinnvoll in Flüge verwandelt, als eine Metallkarte, die nur das Portemonnaie schwerer macht.